Archiv nach Monaten: Januar 2008

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Zwischen dem,

was sich in unseren Köpfen abspielt

und dem, was wir davon begreifen,

liegen Welten.

Schreiben ist der ewige Versuch,

diesen Abstand zu verringern.

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Was, wenn das Fremdeste in dieser fremden Stadt 

Venedig nichts weiter wäre, als die Angst, festen Boden

unter den Füßen zu verlieren – das alltägliche Grauen zu spüren

und den letzten Rest an Bodenhaftung vom allgegenwärtigen

Wasser hinweggespült zu sehen?

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Wer auf wahre Freundschaft hofft,

sollte vor allem auf Wahrheit hoffen.

Freundschaft ergibt sich dann

ganz von allein.

Wir, als Menschen, seit Jahrtausenden

darauf bedacht, uns selbst bis ins Kleinste

immer besser verstehen zu wollen, um uns immer

besser im Griff zu haben,

sind der Willkür von Erinnerungen

noch immer ausgeliefert.

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Wie tief geht und wie dauerhaft hält Liebe

Und wie sehr braucht es dieses Gefühl,

Menschen vom Abgrund fernzuhalten. 

Wann stürzen wir uns selbst in diese

unendliche Tiefe, aus der uns nichts und

niemand mehr ans Licht holen könnte?

Außer das Gefühl, geliebt zu werden.

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Weltweit wird gebloggt.

Was ist das? Der Versuch, sich ersatzweise durch

ein virtuelles Zweitleben zu hecheln? Nur eine

zeitgemäße Möglichkeit, sich selbst zu inszenieren?

Oder vielleicht doch die Hoffnung, das wirkliche

Leben – schreibend – zu begreifen?

Was aber bliebe, wenn das Wesen Mensch

irgendwann mutiert wäre zu einem Wesen mit

stark ausgeprägten und auf das schnelle Anschlagen

von Computertasten spezialisierten Fingern, aber einem,

von erstarrten, kaum noch notwendigen Muskeln, ins

Fratzenhafte verkümmerten Mund, der als Organ des

Sprechens längst seine Funktion verloren hätte?