Zwischen dem,
was sich in unseren Köpfen abspielt
und dem, was wir davon begreifen,
liegen Welten.
Schreiben ist der ewige Versuch,
diesen Abstand zu verringern.
Zwischen dem,
was sich in unseren Köpfen abspielt
und dem, was wir davon begreifen,
liegen Welten.
Schreiben ist der ewige Versuch,
diesen Abstand zu verringern.
Was, wenn das Fremdeste in dieser fremden Stadt
Venedig nichts weiter wäre, als die Angst, festen Boden
unter den Füßen zu verlieren – das alltägliche Grauen zu spüren
und den letzten Rest an Bodenhaftung vom allgegenwärtigen
Wasser hinweggespült zu sehen?
Weltweit wird gebloggt.
Was ist das? Der Versuch, sich ersatzweise durch
ein virtuelles Zweitleben zu hecheln? Nur eine
zeitgemäße Möglichkeit, sich selbst zu inszenieren?
Oder vielleicht doch die Hoffnung, das wirkliche
Leben – schreibend – zu begreifen?
Was aber bliebe, wenn das Wesen Mensch
irgendwann mutiert wäre zu einem Wesen mit
stark ausgeprägten und auf das schnelle Anschlagen
von Computertasten spezialisierten Fingern, aber einem,
von erstarrten, kaum noch notwendigen Muskeln, ins
Fratzenhafte verkümmerten Mund, der als Organ des
Sprechens längst seine Funktion verloren hätte?